Überblick Fliesenarten

Steinzeug-Fliesen

werden bei sehr hohen Temperaturen gebrannt, sind wenig porös und zeichnen sich durch eine hohe Festigkeit aus. Die Fliesen sind frostsicher und können sowohl außen, als auch innen eingesetzt werden. Durch die einheitliche Färbung des Materials sind vor allem unglasierte Steinzeug-Fliesen besonders resistent gegen Kratzer und Beschädigungen. Eingesetzt wird das pflegeleichte Material in der Regel als Bodenfliese.

Steingut-Fliesen

sind durch ihre Herstellungsverfahren porös und ohne Glasur besonders anfällig für Beschädigungen. Sie können mit verschiedenen Oberflächendekors produziert werden und sind nicht frostsicher. Fliesen aus Steingut können daher nur in Bereichen ohne Frost und hohe mechanische Belastungen verlegt werden. Sie sind einfach zu verarbeiten und finden ihren Platz meist an Wänden in Bädern oder Küchen.

Feinsteinzeug-Fliesen

werden unter besonders hohem Druck gepresst und bei hohen Temperaturen gebrannt. Das führt dazu, dass die fertigen Fliesen härter und beständiger als Steinzeug-Fliesen sind. Sie werden sowohl glasiert als auch unglasiert angeboten und können aufgrund ihrer frostsicheren und beständigen Eigenschaften nahezu überall eingesetzt werden. Fliesen aus Feinsteinzeug eignen sich so zum Beispiel für Böden, Treppen, Terrassen oder Fassaden.

Naturstein-Fliesen

bestehen aus natürlichen Gesteinen wie Granit oder Marmor und können so unterschiedliche Eigenschaften haben. Das Besondere an den Belägen ist die natürliche gewachsene Struktur, die triste Räume mit Leben erfüllt. Vor allem Granitfliesen sind besonders widerstandsfähig und abriebfest. Sie können nahezu überall eingesetzt werden und passen durch ihre unterschiedliche Oberfläche zu vielen Einrichtungs-Stilen.

Cotto-Fliesen

bestehen aus gebranntem Ton. Typisch ist die rot bis ockerbraune Farbe, die besonders natürlich wirkt. Das Besondere an Cotto-Fliesen sind ihre offenen Poren. In naturbelassener Form sind sie atmungsaktiv und können die Raumfeuchte natürlich regulieren. Auch auf das Schallempfinden in einem Raum wirken sie sich positiv aus. Da sie jedoch sehr fleckempfindlich sind, sollten sie imprägniert werden. Nicht alle Cotto-Fliesen sind frostbeständig. Daher werden sie meist als Boden- oder Treppenbelag im Innenbereich verwendet.

Glas-Fliesen

sind eine besondere Form in diesem Überblick. Sie sind besonders hart und widerstandsfähig und können daher nahezu überall eingesetzt werden. Das Außergewöhnliche an Fliesen aus Glas ist ihre Struktur. Denn diese kann in beliebigen Farben hergestellt werden und schafft durch tief eindringendes Licht hochwertige Oberflächen.

Formen der Fliese:

Vom Kleinst-Mosaik zu großformatigen Platten Ausschlaggebend für die Wirkung eines Raumes. Anders als typische Standardformate wie 10 x 10 cm oder 15 x 20 cm sorgen kleinteilige Mosaike dabei für die nötige Lockerheit. Bordüren schaffen elegante Details. Besonders modern wirken dagegen großformatige Fliesen oder Platten, die in gedeckten Tönen zu zeitlosen Bädern, Wohnzimmern oder Fluren passen. Welche Fliesenmuster zu welchem Einrichtungsstil passen, zeigen wir im Beitrag Flieseninspirationen.

Verlegearten:

Vom Kreuz-Verband bis zur fugenlosen Verlegung Genau wie die Form der Fliese, wirkt sich auch das Verlegemuster auf die Wirkung eines Raumes aus. Mit der richtigen Verlegung wirken dabei sogar kleine Schlauchbäder offener. Je nachdem, aus welchem Material und in welchen Formaten die Fliesen bestehen, gibt es heute eine Vielzahl unterschiedlicher Verlegearten. Neben dem klassischen Kreuz-Verband, bei dem die Fliesen sauber strukturiert wie ein Schachbrett verlegt werden, stellt die fugenlose Verlegung ein ganz besonderes Muster dar. Möglich ist das jedoch meist nur mit Naturstein und auch nur dann, wenn der Boden vom Untergrund entkoppelt ist. Denn sonst können Temperaturspannungen zu Schäden führen.